Kloster

Geschichte Kloster Spielberg

Die zum Ansitz gehörige Hofmark Oberschweinbach ist seit dem frühen 12. Jh. nachweisbar. Der Ansitz selbst ist zum erstenmal 1548 belegbar, als sich Christoph Pellheimer, ein Freisinger Domherr „von Spillesberg“ bezeichnet.

Der Name soll von „mons speculatorius“ d. h. Aussichtshügel- warte, kommen !

Nach mehreren Verkäufen geht der Ansitz 1640 an die Familie von Lerchenfeld über, in deren Besitz er bis ins frühe 19. Jh. verbleibt. Die Reutberger Franziskanerinnen erwarben 1899 das Schloß als Altenheim.1624 wurde ein vermutlich spätgotischer Vorgängerbau abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Nach einer Erweiterung im Jahr 1695 wurden in der Mitte des 18. Jh. durch einen Brand umfangreiche Umbauten notwendig, die das heutige Aussehen des Schlosses bestimmen.

Ein Mittelrisalit (ein vorspringender Gebäudeteil) im Süden zeigt das Wappen der Familie Lerchenfeld.

Schloß, Kirche, Wohngebäude und Gutshof bilden die geschlossene Baugruppe des Ansitzes Spielberg.

Am 12.06.1900 kamen die ersten acht Schwestern mit der Oberin Franziska nach Spielberg. Das Kloster war Invalidenanstalt, Müttergenesungsheim, Lungenkrankenhaus und Altenheim. Noch 1995 betreuten 11 Franziskanerinnen 23 Senioren, deren jüngste Schwester 67 und die älteste 83 Jahre zählte. Eine von ihnen bearbeitete mit einem Angestellten ein Drittel der 50 Hektar großen Landwirtschaft.

Nach 100 Jahren ihres Wirkens verlassen 1999 sieben Ordensschwestern Spielberg. Sie kehren in ihr Mutterhaus Reutberg zurück, nachdem keine jüngeren Franziskanerinnen die Klosteranlage übernehmen konnten.

Die Gemeinde Oberschweinbach kaufte die Klosteranlage und richtete im Schloßgebäude ihr Rathaus ein. Im Jahre 2001 konnte das Feuerwehrgerätehaus und das Schützenheim in den ehemaligen Stallungen eingeweiht werden.


Schwestern

Traditionell besuchen die „Spielberger Schwestern“, die heute im Kloster Reutberg leben, einmal jährlich, dies war 2006 am Kirchweihmontag, 16.10.2006, ihr Kloster Spielberg.

Das Programm:

10.00 Uhr Heilige Messe in der Klosterkirche – 2006 mit Herrn Kaplan Michael JAKOB – ein „Mammendorfer“

11.00 Uhr Rundgang und Segnung im Schwesternfriedhof

anschließend Einladung durch die Bürgermeisterin Frau Uta Lucht – im Vereinsheim der Feuerwehr- im Klosterhof.

Gemeinsam stellten sich die ehrwürdigen Schwestern im Klausurgarten zum Erinnerungsfoto auf. Die sechs „Spielberger-Schwestern“ wurden von zwei jüngeren „Reutberger Schwestern“ und von der Mutter Oberin des Klosters Reutberg begleitet. Im Hintergrund ihr früheres Klausurgebäude.


Frau Bürgermeisterin Lucht überreicht der ehemaligen Oberin des Klosters, Schwester Raphaela, eine Luftbildaufnahme der Klosteranlage, gespendet vom Förderverein Klosterhof Spielberg.


Die Spielberger Schwestern konnten am 21.06.2003 in der Klosterkirche der Franziskanerinnen in Reutberg ihr 50-jähriges Professjubiläum begehen. v.r.: Schwester Gaudentia, Raphaela, Gabriela

Die Mesnerin des Klosters Spielberg, Schwester Jacobe